Das Ende ist zum Greifen nah

Bürgerkrieg in Sri Lanka

Die Militäroffensive der Regierung in Colombo soll das Ende des Bürgerkriegs erzwingen. Doch noch kämpfen die tamilischen Rebellen weiter gegen die Regierungstruppen. VON SASCHA ZASTIRAL

Zwischen den Fronten: Flüchtlinge aus dem umkämpften Rebellengebiet und Panzer der Armee in Putumattalan.   Foto: reuters

DELHI taz | Es sind verstörende Szenen aus dem Ende einem der blutigsten Bürgerkriege Asiens: Zigtausende geschwächte, kranke und verletzte tamilische Zivilisten schleppen sich aus dem Gebiet der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) im Nordosten Sri Lankas. Sie gehen mit erhobenen Händen auf die Regierungssoldaten zu, die sie auffordern, sich auf den Boden zu setzen. Viele schwimmen durch Flüsse oder waten durch Sümpfe, um ihr Leben zu retten. Das Geschrei von Kindern ist auch auf zensierten Aufnahmen des sri-lankischen Staatsfernsehens allgegenwärtig. Mehr als 90.000 Zivilisten sollen seit Montag aus dem LTTE-Gebiet geflohen sein, heißt es dazu aus Colombo. Erst jetzt zeigt sich das volle Ausmaß der Tragödie, die sich hier seit Monaten abgespielt hat.

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One Response

  1. Hi there,
    Presse wagt es nach Überfällen und gezielten Morden an kritischen Journalisten heute kaum noch, zu fragen, wie viele Menschenleben die Neuauflage des Krieges gekostet hat

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